24-Stunden-Betreuung sorgt für höchste Lebensqualität im Alter
Bereits die alte Bundesregierung startete ihre „Qualitätsoffensive Pflege“. Am Runden Tisch sollen neue Systeme der Häuslichen Pflege – so genannte Best-Practice-Beispiele – herausgefiltert werden. Was in Berlin angedacht, das wird in der Evangelischen Sozialstation Mosbach schon heute in die Tat umgesetzt.
Mit ihrem neuen 24-Stunden-Pflegesystem, das die Evangelische Sozialstation Mosbach anbietet, werden neue Maßstäbe im Pflegebereich gesetzt. Kernstück des Angebots ist die persönliche 24-Stunden Betreuung im Haus des Patienten – ein zeitliches Pflegelimit besteht somit nicht mehr. Der Mitarbeiter des Sozialstation wohnt und lebt mit dem Patienten. Der zeitliche und inhaltliche Umfang wird ganz nach dem individuellen Bedarf abgestimmt. Feste Bestandteile des neuen Pflegesystems sind die Grundpflege, hauswirtschaftliche Leistungen sowie die Betreuung. Zeit bleibt aber auch für die Pflege sozialer Kontakte oder z.B. den gemeinsamen Einkauf. Dadurch können Menschen, deren Pflege für die Angehörigen nicht zu realisieren ist, in ihrem gewohnten räumlichem und sozialen Lebensumfeld bleiben. Somit bleibt selbst im Pflegefall eine Höchstmaß an Selbstständigkeit und Lebensqualität erhalten.
Alles ist möglich.
Das neue Pflegesystem ist flexibel aufgebaut, denn nicht jeder Patient beansprucht eine 24-Stunden-Betreuung. Menschen, die nur tagsüber Pflege benötigen, die Nacht aber problemlos alleine verbringen, können auf 10 oder 5 Stunden Betreuungszeit in einem Zeitfenster von 07:00 bis 21:00 Uhr zurückgreifen. Zwei Patienten, die z.B. in einem Haus wohnen, können sich einen Pflegemitarbeiter teilen. Interessant ist das neue Angebot auf für Patienten, die nach einen Krankenhausaufenthalt vorübergehend auf Betreuung angewiesen sind. Kombiniert mit einer intensiven medizinischen Pflege ist die Entlassung nach Hause in der Regel unproblematisch. Die medizinische Pflege übernimmt das Pflegeteam der Sozialstation.
Kosten bleiben bezahlbar
Trotz Nullrunde bei den Renten bleibt das neue Angebot bezahlbar. Die Leistungen der Pflegeversicherung in den Stufen 1 bis 3 mindern in vollem Umfang die günstigen Tagessätze, die bei Langzeiteinsätzen zwischen rund 69 und 145 Euro pro Tag liegen. Die Kosten für die häusliche Betreuung sind somit – je nach Umfang – günstiger oder nicht teurer als ein Pflegeheimaufenthalt. Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ erhält durch diese Angebot eine ganz neue Dimension. Im Vordergrund steht das Wohl der pflegebedürftigen Menschen: denn zu Hause ist es doch am schönsten.