Weil Menschen Menschen brauchen
Januar 2016

Hohe Ausbildungsquote bei der Evangelischen Sozialstation Mosbach


Unser Bild zeigt die Auszubildenden im Beruf der examinierten Altenpflegerin des ersten und zweiten Lehrjahres der Evangelischen Sozialstation Mosbach e.V.

Mosbach. Bei der letzten Mitarbeiterdienstbesprechung der Evangelischen Sozialstation Mosbach e.V. konnten Pflegedienstleisterin Petra LohmĂŒller und GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Dietrich ĂŒber die gute und erfolgreiche Entwicklung der Ausbildungsquote des Pflegedienstes berichten. Sie stellten dabei  den ĂŒbrigen Mitarbeitenden die fĂŒnf Auszubildenden des ersten und zweiten Ausbildungsjahres vor. Insgesamt absolvieren derzeit 6 Auszubildende ihre Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin bei der Evangelischen Sozialstation Mosbach. Im ersten Ausbildungsjahr sind dies Michela Scirpoli und Fatime Geci, im zweiten Ausbildungsjahr Dorothea Heichel, Pia MĂŒnch und Lina Tzscharntke und im dritten Ausbildungsjahr Noeli Schubert-Weber. Auch im letzten Jahr hatten zwei Auszubildende ihre Ausbildung bei der Evang. Sozialstation Mosbach erfolgreich abschließen können.

Gerade im Bereich der Altenpflege wird in Folge der Demographischen Entwicklung in den nĂ€chsten Jahren der Personalbedarf zunehmen. Daher hatte sich die Evangelische Sozialstation Mosbach bereits frĂŒh dazu entschlossen, jedes Jahr mehrere AusbildungsplĂ€tze fĂŒr den Beruf der examinierten Altenpflegerin bzw. des examinierten Altenpflegers anzubieten. Auch fĂŒr das Ausbildungsjahr 2016 wird dies wieder der Fall sein, bis zu drei AusbildungsplĂ€tze stehen zur VerfĂŒgung. Und dass in der Pflege schlecht bezahlt wird, mag nur zum Teil stimmen. Denn immerhin starten die Auszubildenden mit knapp 1000 Euro Bruttogehalt im ersten Lehrjahr und im dritten Ausbildungsjahr gibt es dann rund 1.150 Euro als Ausbildungsentgelt und als ausgebildete Fachkraft kann man dann mit mehr als 2.700 Euro im Monat rechnen.

Doch nicht nur der finanzielle Anreiz steht fĂŒr die Auszubildenden im Vordergrund, auch das Pflegeleitbild der Evangelischen Sozialstation „Weil Menschen Menschen brauchen“ und die damit verbunden Philosophie der Einrichtung, der individuell angepassten, bedĂŒrfnisorientierten Pflege zur Erhaltung und Verbesserung der LebensqualitĂ€t, sehen die Auszubildenden als wichtiges Ziel ihres Berufes an. Die dreijĂ€hrige Ausbildung umfasst neben der TĂ€tigkeit in allen Bereichen des ambulanten Pflegedienstes auch den Einsatz in der neu eingerichteten Tagespflege in Haßmersheim. Dort werden derzeit bis zu 17 GĂ€ste von der Evangelischen Sozialstation betreut. FĂŒr die Auszubildenden ist dort  die Möglichkeit Ă€ltere Menschen zu unterhalten, sie beim Essen und der Körperpflege zu unterstĂŒtzen oder ihnen einfach die Möglichkeit zum gemeinsamen Essen zu bieten. Daneben machen die Auszubildenden  diverse Praktikas außerhalb der Evang.Sozialstation beispielsweise im stationĂ€ren Bereich der Altenpflege oder im Krankenhaus. Der schulische Teil ihrer Ausbildung wird in einer Berufsfachschule fĂŒr Altenpflege in Mosbach absolviert. Ausbildungsvoraussetzung fĂŒr den Beruf des examinierten Altenpflegers ist zumindest ein guter Hauptschulabschluss.

Neben der Übernahme von Auszubildenden ist es der Evang. Sozialstation auch gelungen 2 frisch ausgelernten PflegefachkrĂ€ften die Möglichkeit zu geben, den Einstieg in den Beruf zu finden. Sie wurden im letzten September nach der PrĂŒfung zur examinierten Altenpflegerin bzw. zum examinierten Altenpfleger eingestellt und ergĂ€nzen die Teams in Neckartal und in Neckarelz.

Doch nicht nur als Auszubildende sind junge Menschen bei der Evang. Sozialstation Mosbach tĂ€tig. Mittlerweile haben auch fĂŒnf junge Erwachsene eine BeschĂ€ftigung bei der Einrichtung aufgenommen. Drei davon absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr nach ihrer Schulausbildung, zwei weitere sind im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes tĂ€tig. Alle fĂŒnf ĂŒbernehmen beispielsweise den Fahrdienst fĂŒr die Betreuungsgruppe „Lebenskreis“ am Donnerstag  Nachmittag zum Mosbacher Haus der Diakonie oder  die Tagespflege in Haßmerheim. DarĂŒber hinaus erledigen sie auch gemeinsam mit den Patienten Einkaufsfahrten oder sind bei der Betreuung von Patienten eingesetzt. FĂŒr die jungen Menschen ist dies oftmals eine Bereicherung fĂŒr ihren kĂŒnftigen Lebensweg, unabhĂ€ngig davon ob er spĂ€ter tatsĂ€chlich in den sozialen Bereich geht oder sie sich doch beruflich anders entwickeln.