Weil Menschen Menschen brauchen
Februar 2016

Winterfeier der Evangelischen Sozialstation


Unser Bild zeigt von rechts nach links GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Olga Arnold, Vorsitzender Jörg Huber, die Jubilare mit 20jĂ€hriger Zugehörigkeit bei der Sozialstation Heike Blasmann, Dagmar Kremsreiter, Christine Reichert, Gabriele Heck und GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Dietrich

Im Kreise einer großen Mitarbeiterschar konnte die Evangelische Sozialstation Mosbach e.V. bei ihrer Winterfeier auf ein erfolgreiches Jahr zurĂŒckblicken. Vorstand und GeschĂ€ftsfĂŒhrung hatten ins „fideljo“ eingeladen, auch um langjĂ€hrige Mitarbeiterinnen zu ehren und eine Rentnerin zu verabschieden.

Vereinsvorsitzender Jörg Huber hob bei der BegrĂŒĂŸung  insbesondere auf die QualitĂ€t des Pflegedienstes ab. So ist es den Mitarbeiterinnen auch im abgelaufenen Jahr wieder gelungen, die Traumnote 1,0 bei der PrĂŒfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen zu erhalten. Da dies nun bereits zum wiederholten Male erfolgt ist, habe die Evangelische Sozialstation nun ĂŒber mehrere Jahre ihre hohe QualitĂ€t unter Beweis gestellt. Ebenso warf er sein Augenmerk auf die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Tagespflege im Haus Rogate in Haßmersheim, die das TĂ€tigkeitsfeld der Evangelischen Sozialstation weiter ausgebaut hat. Der wirtschaftliche Erfolg in der Vergangenheit sei aber vor allem dem Engagement und dem Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation zu verdanken, dies konnte er im Namen der gesamten Vorstandschaft bestĂ€tigen.

Zum Abschluss seiner AusfĂŒhrungen konnte Jörg Huber gemeinsam mit den GeschĂ€ftsfĂŒhrern einige Mitarbeiter fĂŒr langjĂ€hrige Zugehörigkeit zur Evangelischen Sozialstation auszeichen. Er sprach Ihnen fĂŒr die geleistete Arbeit zu Gunsten der Patienten Dank und Anerkennung aus, in einem Beruf der neben physischen auch psychische Belastungen fĂŒr die Mitarbeitenden mit sich bringt. 20 Jahre bei der Evangelischen Sozialstation sind Heike Blasmann, Christien Reichert, Dagmar Kremsreiter, Ulrike Landes und Gabriele Heck. 15 Jahre aktiv sind Anette Siemoneit, Irmgard Rauhut, Martina Neureither, Martina Petri, Nicole Wenz, Lydia Kronhardt, Karin Degroth und Paulina Oldenburger. 5 Jahre im Dienst der Sozialstation sind: Cornelia Stögbauer und Irmgard Kessler. In den Ruhestand verabschiedet wurde nach ihrer Altersteilzeit Hilde Wilk, die ebenfalls mehr als 20 Jahre im Dienst der Evangelischen Sozialstation stand.

GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Dietrich informierte die Mitarbeiterinnen ĂŒber die personellen VerĂ€nderungen im abgelaufenen Jahr und die zahlreichen Neueinstellungen, die aufgrund der Patientenentwicklung vorgenommen wurden. Insbesondere betonte er, dass die Evang. Sozialstation mittlerweile 6 Auszubildende fĂŒr den Beruf der examinierten Altenpflegerin beschĂ€ftigt. Die krankheitsbedingten PersonalengpĂ€sse im FrĂŒhsommer konnte man nur mit großem Einsatz der vorhandenen Mitarbeitenden meistern, deren außergewöhnliche Leistung hat ihn in dieser Zeit sehr beeindruckt.  Mit einigen Änderungen des landeskirchlichen Arbeitsrechts zum Jahresanfang, so seine weiteren AusfĂŒhrungen,  konnte die AttraktivitĂ€t der Arbeit bei der Sozialstation gesteigert werden. So reduziert sich beispielsweise die wöchentliche Arbeitszeit Ă€lterer Mitarbeiter um 1 Stunde in der Woche, am GrĂŒndonnerstag ist um 12 Uhr Arbeitsende  und die Mitarbeiter können auch auf Wunsch ein Sabbatjahr einlegen. EhemĂ€nner können bei der Geburt eines weiteren Kindes 5  Tage bezahlten Sonderurlaub in Anspruch nehmen, und auch fĂŒr die kirchliche Trauung, Taufe und Konfirmation eines Kindes, sowie die Übernahme eines Taufpatenamtes gibt es jetzt jeweils einen Tag Sonderurlaub. Schwerbehinderte mit 30 bis 50 % erhalten bereits seit dem letzten Jahr 3 Tage zusĂ€tzlichen Urlaub.

Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des abgelaufenen Jahres stellte GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Olga Arnold in den Fokus ihrer AusfĂŒhrungen. Dabei verwies sie auf die finanzielle Entwicklung der Tagespflege, die derzeit noch keine schwarze Null produziere. Dies sei aber auch fĂŒr die Zeit des Betriebsbeginns absehbar gewesen. FĂŒr die Zukunft macht ihr aber die steigende GĂ€stezahl Hoffnung, dass auch dieser neue Betriebszweig sich weiter positiv entwickelt. Ein erfreuliches Ergebnis zeigte im letzten Jahr der Bereich der Familienpflege, der stark ausgebaut werden konnte, da die entsprechende Nachfrage bei den Patienten vorhanden war. Insgesamt ist es aber immer schwieriger im GeschĂ€ftsfeld der Pflege gute wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen, da die von den Krankenkassen einheitlich festgesetzten Preise immer recht knapp kalkuliert sind. Dadurch  haben die Mitarbeiterinnen nicht immer so viel Zeit zur VerfĂŒgung, die fĂŒr die erwartete persönliche Betreuung der Patienten auch Seiten der Sozialstation gewĂŒnscht ist.

Zur pflegerischen Entwicklung der Evang. Sozialstation Mosbach fĂŒhrte Pflegedienstleiterin Petra LohmĂŒller aus, dass das PflegestĂ€rkungsgesetz I zahlreiche VerĂ€nderungen fĂŒr Patienten und Pflegedienst mit sich gebracht hat, sie nutze aber auch die Gelegenheit fĂŒr den Dank an die Kolleginnen und Kollegen in der Pflege, die mit großem Engagement Ihre Arbeit im vergangenen Jahr leisteten.