Weil Menschen Menschen brauchen
Juli 2017

Seit 40 Jahren sind sie f├╝r ihre Mitmenschen da

Evangelische Sozialstation stellte im Jubil├Ąumsgottesdienst die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt - Christina Engelfried ins Amt eingef├╝hrt


Dekan Gerhardt Langguth (sitzend, 2.v.l.) hatte die Idee. Zusammen mit anderen Pfarrern des Kirchenbezirks gr├╝ndete er 1977 die Evangelische Sozialstation. Heute arbeiten allein in der Pflege ├╝ber einhundert Fach-kr├Ąfte und hauswirtschaftliche Mitarbeiterinnen.

(lin). Vier Jahrzehnte im Dienst der Menschen sind ein guter Grund, um gemeinsam R├╝ckschau zu halten und in einem Moment der Ruhe Kraft f├╝r die Zukunft zu tanken. Mit einem besonderen Jubil├Ąumsgottesdienst in der Stiftskirche hatten sich Vorstand und Mitarbeitende der Evangelischen Sozialstation Mosbach im Rahmen der Diakonischen Woche eine kleine Auszeit genommen, um auf die segensreiche Arbeit der Aktiven einzugehen, die auf dem schwierigen Gebiet der Alten- und Krankenpflege wertvolle Arbeit leisten.

Zusammen blickten sie auf eine lange und gute Geschichte zur├╝ck, wie Dekan Folkhard Krall seiner Predigt voranstellte. Sich auf den Weg zu machen, sei das Wesen einer Sozialstation, sagte er. Das Vertrauen, dass Gott mit am Bett stehe, gebe den Frauen und M├Ąnnern Vertrauen und Kraft. Erst er lege seinen guten Geist in ihre Herzen. Dieser Geist bewege, treibe an und f├╝hre ins Leben, durchaus auch zu schwierigen Lebenssituationen, hinaus.

Krall erinnerte an die Anf├Ąnge der Sozialstation, als 1975 Dekan Gerhardt Langguth, der genauso wie einer seiner ersten Mitstreiter, Pfarrer i.R. Hansj├╝rgen Rosewich, an der Feierstunde teilnahm, Pfarrer des evangelischen Kirchenbezirks zusammengerufen hatte. Zwei Jahre sp├Ąter wurde ein gemeinn├╝tziger Verein aus der Taufe gehoben, mit dem Ziel, die ambulante Krankenpflege auf sichere Beine zu stellen. Das war notwendig geworden, weil in den Nachkriegsjahren die Versorgung durch Diakonieschwestern im R├╝ckgang begriffen war. In den Folgejahren wuchs die rasch wachsende Zahl der Mitgliedsgemeinden dann zu einer starken Gemeinschaft heran.

Ein Wagnis, wie Langguth im Anschluss an den Gottesdienst gestand. Denn niemand habe gewusst, wie so etwas gehe. Man habe einfach angefangen, Antr├Ąge ausgef├╝llt und die Zust├Ąndigkeitsbereiche sinnvoll zwischen Evangelischen (Diakonie) und Katholischen (Caritas) aufgeteilt. Denkbar blickte auch er zur├╝ck und hoffte, dass es mit Gottes Segen weitergehe.

Im Rahmen der kirchlichen Feierstunde wurde Christina Engelfried von Dekan Folkhard Krall und Vorstand J├Ârg Huber als neues Mitglied in das Vorstandsteam der Sozialstation aufgenommen. Eine weitere Aktion im Zusammenhang mit dem 40. Jubil├Ąum ist die Gutscheinaktion ÔÇ×40 - 40 - 40ÔÇť, die jetzt startet. 40 Tage lang schenken die Mitarbeiter der Sozialstation allen von ihnen zu Pflegenden bis zu 40 Minuten besondere Betreuung, eine Geste, die den Patienten der Pflegeversicherung zugutekommt.